Profil "Offene Arbeit" des HVH e.V.        Über Uns

  Inhalt

1.      Vorbemerkung

-          Öffnungszeiten

-          Zielbestimmung

2. Der Kinderbereich

-          Offene Arbeit

-          Gruppenarbeit/Kursangebote

-          Kinderkino und Kinderkulturarbeit

-          Förderung von Kindern psychisch kranker Eltern

-          Sprach – Förder – Ferien

3. Der Jugendbereich

-          offene Arbeit

-          Jugendbildungsarbeit

-          Berufscoaching

4. Wochenend - und Ferienmaßnahmen

-          Ferienspielaktionen

5. Kooperation mit Schule

6. Kulturveranstaltungen

7. Organisatorisches

8. Personal

-          Hauptamtliche/r

-          Tech. Helfer/in

-          Honorarkräfte

-          Ehrenamtliche

-          Weiterbildung

9. Name des Hauses

     1. Vorbemerkung

                        Offene Arbeit?

Jeder kann kommen. Und wieder gehen. Ohne Anmeldung. Ohne Leistungsdruck. Ob es Probleme gibt oder nicht. Gemeinsam mit Freunden und Familie oder auch ohne. Mit Fragen. Mit Ideen. Und vor allem mit Lust, andere zu treffen und gemeinsam etwas zu erleben.

                Öffnungszeiten / Angebotszeiten

Wie mit dem öffentlichen Träger vereinbart, erreichen wir eine wöchentliche Öffnungszeit von 25 Stunden.

               Über diese Zeit hinaus arbeiten wir außerhalb der Einrichtung

-          in der St. Notburga – Grundschule ( Zeiten im Rahmen der OGS)

-          in der Rock – Kultur – Werkstatt ( Tanzgruppe und Konzerte)

-          in der Anne – Frank – Gesamtschule ( Berufscoaching)

-          in der Astrid – Lindgren Grundschule ( Schule von 8-1)

-          im Stadtteil auf den Strassen ( Aufsuchende Arbeit)

-          am Wochenende mit den Seminaren / Gedenkstättenfahrten und Tagestouren

-          in der Sporthalle am Willy Brandt Ring (Fußballtraining)

Für unsere Arbeit stehen uns öffentliche Mittel in Höhe von X,- Euro zur Verfügung.

Hierin sind weder ges. beantragte Projektmittel noch andere Zuwendungen enthalten.

Siehe auch : 3. Jugendarbeit / Offener Bereich

                        Zehn besondere Merkmale der Offenen Arbeit:

• Offene Arbeit liegt gleich „um die Ecke“, gehört zum Alltag und wird von Kindern,

Jugendlichen und Familien selbst-bestimmt erreicht und genutzt.

• Offene Arbeit weiß: Kinder haben Rechte. Kinder können weder ein- noch ausgeschlossen erzogen und erreicht werden, brauchen Schutzräume, Anregung und Ermutigung.

• Offene Arbeit bietet Beziehungen, Kontakte, Verlässlichkeit, Wertschätzung, Vertrauen, Vielfalt und gegenseitigen Respekt.

• Offene Arbeit bietet Treffpunkte, die BesucherInnen so gestalten können, wie sie es

brauchen und mögen. Offene Arbeit unterstützt sie mit Rat und Tat.

• Offene Arbeit bietet Platz für Selbsterfahrung und gemeinsame Erlebnisse: Für toben, streiten, werken, spielen, lernen, bauen, Wettbewerbe, gewinnen, verlieren, sich freuen und Freunde finden.

• Offene Arbeit ist eine Schule für Demokratie, weil jeder mitreden darf und soll. Weil jeder wichtig ist. Weil Regeln selbst gemacht, selbst eingehalten und selbst wieder verändert werden.

• Offene Arbeit schafft neue Horizonte durch Ausflüge, Reisen, Stadtteilerkundungen, neue Kontakte und Freundschaften, Erfahrungen und Auseinandersetzung mit bislang Unbekanntem.

• Offene Arbeit nimmt wahr, was nötig ist und bietet schnelle und unbürokratische

Unterstützung: Rat, Essensversorgung, medizinische Hilfen, Dolmetscherdienste, Behördenbegleitung, Notunterschlupf, Schulaufgabenhilfe, Elternabende und immer ein offenes Ohr.

• Offene Arbeit mischt sich im Interesse ihrer BesucherInnen ein. Offene Arbeit setzt sich für junge Menschen ein gegenüber Schule, Behörden, Politik, Medien.

• Offene Arbeit bildet mitten im Leben. Sie schafft neue Erfahrungshorizonte und macht Mut zum Lernen mit allen Sinnen. Sie greift die Themen und Interessen von Mädchen und Jungen auf, entfaltet sie und ermöglicht dadurch Erfolgs- und Bildungserlebnisse.

Träger des Hauses ist die Stadt Viersen - der Verein HUBERT – VOOTZ – HAUS E.V., gegründet durch Mitglieder der SJD – Die Falken Viersen * ist beauftragt in den Räumen offene Kinder – u. Jugendarbeit durchzuführen.

Neben der Arbeit im Rahmen einer " Offenen Tür", schaffen wir durch die Konzentration bestehender und geplanter Projekte der Viersener Falken einen für die Kinder- und Jugendarbeit - über den Stadtteil Krefelder Str. / Robend hinaus - attraktiven Standort. **

Langfristig ist es unerlässlich den Charakter des Geländes vom umzäunten und verschlossenen „Hochsicherheitstrakt“ zum offenen, frei bespielbaren Gelände zu wandeln.

*Siehe Vereinssatzung / ** siehe Produktbeschreibung

Im weiteren Radius unserer Einrichtung sind wir aufsuchend engagiert.

Jährlich werden rund 60 Honorarstunden dafür verwendet.

Die Schwerpunkte im Kinderbereich werden durch den offenen Treff im Haus, Gruppenangebote und Kooperationsarbeit mit Grundschulen gesetzt. Schwerpunkte werden im Jugendbereich Bildungsangebote und Formen der Jugendkultur sein. Hierzu benötigen wir die Kooperation mit der Rock – Kultur – Werkstatt.

Als Jugendhilfeträger sehen wir uns besonders geeignet, das Betreuungsmodell „Schule von 8 – 1“ durchzuführen.

Wir werden die Zusammenarbeit und Kooperation mit allen bisher im Stadtteil tätigen Einrichtungen und zu anderen Jugend- und Erwachsenengruppen suchen. Grundsätzlich begreifen sich Verein und alle seine Akteure als Lobby für Kinder und

deren Belange im Stadtteil und darüber hinaus. Durch die Weiterentwicklung des Angebotes in Zusammenarbeit mit allen Gruppen soll das Haus attraktiv bleiben und bestehende Bindungen gefestigt werden. Hierzu wollen wir die Stadtteilkonferenz Düpp-Donk-Robend (Runder Tisch) intensiv nutzen.

     Zielbestimmung

Offene Kinder- und Jugendarbeit ist eine Antwort auf die Lebenslage junger Menschen und deren Veränderungen. Als Methode zielt sie dabei

-          auf die Stabilisierung der Persönlichkeit (Ich-Stärkung)

-          die Einbindung in soziale Gruppen (Identität/Integration)

-          die Entwicklung persönlicher, sozialer und auch wirtschaftlicher Perspektiven (Sinngebung)

-          die sinnhafte Gestaltung von Freizeit

-          die Beendigung von Ausgrenzungsprozessen und der gesellschaftlichen Beteiligung von Jugendlichen

Konkreter Ansatzpunkt ist dabei eine aktive und kritische Auseinandersetzung mit den vor-findbaren Schul-, Lebens- und Wohnbedingungen im Stadtteil. Hier wird durch Kooperation mit allen Vereinen am „Runden Tisch“ eine positive Entwicklung der sozialen Atmosphäre im Stadtteil angestrebt. Den gesellschaftlichen Verhältnissen müssen die Kinder und Jugendlichen ihre vorenthaltenen Chancen täglich abzutrotzen versuchen, sie müssen fordern und jede Möglichkeit erkennen und nutzen, ohne ihre Hoffnung und Lebensfreude aufzugeben. In unserer Einrichtung werden sie in diesem pausenlosen Ringen um Chancen unterstützt und begleitet. „Unsere“ Mädchen und Jungen sollen in der Offenen Arbeit Bedingungen vorfinden, unter denen sie Widerstandskraft gegen Schädigungen und Stärke und gegen die vielschichtigen Ebenen von Benachteiligung, Stigmatisierung, Ausgrenzung und Verletzung entwickeln können. Unsere offene Arbeit mit Kindern und Jugendlichen ist unverwechselbares Lernfeld für Demokratie.

     2. Der Kinderbereich

Ziel ist es, das Jugendheim zu einem lebendigen Treffpunkt für die Kinder des Stadtteils zu machen. Dabei sollen die Bedürfnisse und Interessen der Kinder, die im Rahmen der Familienerziehung und der gegebenen Lebens- und Wohnbedingungen nicht befriedigt werden können, aufgegriffen und realisiert werden. Den Kindern soziale Lernerfahrungen und das Leben in Gruppen zu vermitteln, steht im Mittelpunkt der Arbeit. Dies soll nicht in Konkurrenz, sondern in Ergänzung zur Schule, in der vor allem kognitive Lerninhalte im Vordergrund stehen, geschehen. Schulort als Lebensmittelpunkt im Stadtteil. Daher ist eine Zusammenarbeit von Schule/ Offener Ganztagsbetreuung und Jugendhilfe z.B. bei Projektwochen, Thementagen, Schulfesten und Betreuungsprojekten anzustreben.

                        Offenheit als Angebot

Hier werden, mit Unterstützung von Honorarkräften kindgerechte Angebote gemacht.

In erster Linie sind wir zweites Zuhause – Auffangstelle – Nest für Kinder und Teens, die aus unterschiedlichen Gründen zu Hause oder anderswo nicht die/den Richtige/n oder gar Niemanden antreffen.

Unsere Arbeit heißt hier: Verlässlichkeit und langer Atem

Die Offene Arbeit hat Beziehungskontinuität und verlässliche Bindungsangebote auf verschiedenen Ebenen zu bieten, die woanders oft fehlen: sie ist mit einem umfassenden Beziehungsangebot im Alltag der Menschen präsent und steht konsequent „an der Seite“ ihrer BesucherInnen. Auch dann, wenn diese sich als schwierig oder anstrengend erweisen und sich gelegentlich nicht so verhalten, wie gewünscht und erwartet. Die Beziehungsangebote der Offenen Arbeit sind weder als Maßnahme befristet, noch weisen wir ab oder weg an „zuständige Stellen“, noch endet die Beziehung als pädagogische Antwort auf Fehlverhalten. Es geht um die Suche der Kinder nach Stärke und Familienersatz in eigenen verlässlichen solidarischen Bezügen.

Besonders geprägt ist unsere Arbeit durch die Versorgung der BesucherInnen mit Essen. Viele Kinder im Stadtteil haben Hunger. Seit Mitte der 90er Jahre wird im HUBERT-VOOTZ-HAUS warmes Essen für Kinder angeboten. Zur Zeit kochen die Kinder einmal pro Woche mit Hilfe von GruppenleiterInnen selbst. An zwei weiteren Tagen wird warmes Mittagessen geliefert. Dieses (letztgenannte) Angebot kann nur mit externen finanziellen Mitteln durchgeführt werden.

Die Betreuung der Kinder bei der Hausaufgabenarbeit ist seit jeher zentraler Bestandteil des Nachmittages. Bei einer Gruppengröße von 20 Kindern ist mit mehreren Betreuungskräften zu arbeiten um ein ordnungsgemäßes Erledigen der Hausaufgaben zu ermöglichen. Wir streben eine Unterstützung nach dem Motto „SchülerInnen helfen SchülerInnen“ an. Dieses Modell kann nur mit zusätzlichen finanziellen Mitteln verwirklicht werden. Wir sind bemüht diese Mittel einzuwerben.

Der Außenbereich des Hauses soll mit in die offenen Aktivitäten einbezogen werden.

Regelmäßige, im zweijährigen Rhythmus durchzuführende, BesucherInnenbefragungen sollen helfen die Wünsche und Bedürfnisse der BesucherInnen zu dokumentieren.

                        Gruppenarbeit / Kursangebote

Traditionelle Kindergruppenarbeit der Falken wird im Haus angeboten. Es besteht eine Durchlässigkeit zwischen offenen Angeboten in der OT und der Kleingruppenarbeit mit falkenspezifischen Angeboten und Methoden. Die Falkengruppenarbeit wird durch den Ortsverband Viersen und seine GruppenleiterInnen gewährleistet.

Bastelkurse, Werkstätten, Aufführungen, Angebote jeglicher Art werden von GruppenleiterInnen, KursleiterInnen und der Hausleitung vorbereitet. Es sind neben GruppenleiterInnen speziell ausgebildete KursleiterInnen als Honorarkräfte tätig.

                        Kinderkino und Kinderkulturarbeit

Kinderkino ist im HUBERT-VOOTZ-HAUS zu Hause. Für die Kinder des Stadtteils eine fußläufig erreichbare und bezahlbare Alternative zu gewerblichen Kinos (z.Zt. nur in benachbarten Städten). Um die Filme ganzheitlich erleb- u. erlernbar zu machen organisieren wir passend zum Filminhalt ein Rahmenprogramm. Seit einigen Jahren organisieren wir die Filmveranstaltungen und pädagog. Aktionen im Verbund mit anderen Häusern des FALKEN BILDUNGS- UND FREIZEITWERK E.V.

Dem Haus wird zum „Kino-Zweck“ ein anderes Ambiente verschafft.

Siehe auch „Erziehung für die Zukunft“ Bd. I  – ISBN 3-88474-240-X

Im Rahmen von Tagesexkursionen - „Extratouren“ - ermöglichen wir Kindern Blicke über den Tellerrand ihres Stadtteiles. Fahrten am Wochenende zu ausgesuchten Zielen helfen Kindern die Welt erlebbar zu machen. Gemäß der Konzeption sind die Fahrten als interkulturelles Angebot geplant. Vorrangig werden Kinder aus Migrationsfamilien angesprochen. Als Angebot außerschulischer Kulturbildungsarbeit erfreut sich dieses Angebot einer großen Nachfrage. Dieses Angebot kann nur mit zusätzlichen finanziellen Mitteln durchgeführt werden. Wir sind bemüht diese Mittel einzuwerben.

                        Förderung von Kindern psychisch kranker Eltern

Als Reaktion auf erkannte Bedarfe und Notlagen haben wir mit Hilfe des LVR Rheinland und einer Fachkraft in Schule vor Ort ein Angebot für speziell benachteiligte Kinder geschaffen. In enger Kooperation mit der Fachkraft an der St. Notburga – Grundschule in Viersen Rahser konnte eine Kindergruppe eingerichtet werden, deren Programm über ein normales Kindergruppen Freizeitangebot hinausgeht. In besonderen Maße wird die individuelle „Not-“ Lage jedes einzelnen Kindes berücksichtigt. Das Förderangebot kann jederzeit in ein Netzwerk vorhandener Hilfsangebote und Fördermöglichkeiten in Viersen eingebettet werden. Konzeptionen und eine Bachelorarbeit aus diesem Angebot liegen vor.

Dieses Angebot kann nur mit zusätzlichen finanziellen Mitteln durchgeführt werden.

Wir sind bemüht diese Mittel einzuwerben. Der entsprechende Antrag wurde vorbehaltlich bewilligt bis zum Jahresende 2010.

                        Sprach – Förder – Ferien

Interkulturelles Angebot

In enger Zusammenarbeit mit der Jugendbildungsstätte Sonsbeck-Hasenacker bieten wir Sprach – Förder – Ferien an. Der Name ist Programm. In Kooperation mit Schulen soll speziell Kindern aus Migrationsfamilien die Möglichkeit gegeben werden ihre Sprachfähigkeiten – Deutschkenntnisse – zu verbessern. LehrerInnen empfehlen den entsprechenden Familien den Besuch dieser Ferien. Fachkräfte leben und lehren spielerisch mit den Kindern 2 Wochen ihre Konzeption zur Förderung deutscher Sprachkompetenz. Dokumentationen und Evaluationsberichte liegen vor. Dieses Angebot kann nur mit zusätzlichen finanziellen Mitteln durchgeführt werden. Wir sind bemüht diese Mittel einzuwerben   

     3. Jugendbereich

                        Offene Arbeit

Die offene Arbeit des Jugendbereichs mit OTbetrieb, Billard und Spieleausleihe wird geprägt durch die Planung und Durchführung von Rockkonzerten in der Rock-Kultur-Werkstatt. Ermöglicht wird dieses Arbeitsfeld zu einem sehr hohen Maß an partizipierender Ehrenamtlichkeit Jugendlicher SchülerInnen.

Selbstverständlich sind die Bands beteiligt. * Siehe Konzeption der Nachwuchsförderung

Dieses Angebot wurde 2007 u. 2008 mit zusätzlichen finanziellen Mitteln aus dem Kulturetat durchgeführt.

Es bestehen enge Kontakte zu YOUNG LIFE / YOUNG TALENTS in Viersen.

Auf weitere Bedarfe wir z.B. Graffittiworkshop und Tanzen wird flexibel reagiert. Hierzu gehört auch das organisieren längerer Öffnungszeiten z.B. bei Filmnächten / Discoveranstaltungen / Gruppenübernachtungen etc. Ein wöchentliches Fußballtraining dient dazu Jugendliche anzusprechen, die weder im HUBERT-VOOTZ-HAUS noch bei den Rockkonzerten ein für sie attraktives Angebot sehen. In den Wintermonaten steht dazu eine Sporthalle zur Verfügung, im Sommer die DFB – Mini - Fußballfeldfläche inmitten des Stadtteiles. Grundsätzlich erfahren alle Jugendlichen BesucherInnen ein hohes Maß an Achtung, Respekt und Zuspruch so das diese in helfende, partizipierende Rollen gelangen können.

                        Jugendbildungsarbeit

Zur Bildungsarbeit mit und für Jugendliche zählt zunächst die Heranführung an Qualifikationen für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen im Sinne der SJD - Die Falken. Hierzu soll auch der Erwerb der JuLeiCa dienen. Dieses Angebot kann nur mit zusätzlichen finanziellen Mitteln durchgeführt werden.

In Verbindung mit der biographischen Recherche zu HUBERT VOOTZ werden Bildungsangebote zu Faschismus und Widerstand gemacht. Insbesondere die Methode der Gedenkstättenfahrten soll genutzt werden. Vor Ort wird das Gedenken an HUBERT VOOTZ durch Pflege des Grabes, einen Antrag auf Straßenbenennung und das Verlegen eines Stolpersteines aufrecht erhalten.

                        Berufscoaching

Direkt in Schule soll unser Angebot der Hilfe zur Berufsorientierung wirken. In Kooperation mit der Gesellschaft zur Beschäftigungsförderung im Kreis Viersen wird anhand des Konzeptes P.O.E.S.I.E. den SchülerInnen bei der Suche nach beruflicher Orientierung Unterstützung angeboten. Die Berücksichtigung gewerkschaftlicher Aspekte ist uns hierbei wichtig. Grundsätzlich ist es möglich die Gespräche und Trainings auch im HUBERT-VOOTZ-HAUS durchzuführen. Im Jahr 2010 wird dieses Angebot durch ein „Gruppentraining sozialer Kompetenzen“ in der JuBi Hasenacker-Sonsbeck ergänzt. Dieses Angebot kann nur mit zusätzlichen finanziellen Mitteln durchgeführt werden. Wir sind bemüht diese Mittel einzuwerben. Der entsprechende Antrag wurde bewilligt bis zum Jahresende 2010.

Perspektive Gender – Mainstreaming : Über das Jahr 2010 hinaus sind wir bemüht die Gespräche und Trainings von je einer weiblichen und einem männlichen Kollegen durchführen zu lassen. Zur Zeit erfüllen wir diese Anforderung.

     4. Wochenend- und Ferienmaßnahmen

Alle Freizeitaktivitäten und Ferienmaßnahmen der Falken werden auch für den offenen Kinder- und Jugendbereich angeboten und ergänzen das Jahresangebot des Hauses.

                        Ferienspielaktion

Während der Sommerferien beteiligen wir uns am Programm "Ferienspielaktion" des Jugendamtes, um den Daheim gebliebenen Kindern und Jugendlichen erlebnisreiche Ferien zu ermöglichen. Für die MitarbeiterInnen der Ferienaktionen zeichnen sich diese durch ein hohes Maß an Partizipation aus. Die Themen und Methoden der Umsetzung werden selbst bestimmt. Auf hohem Niveau wird außerschulische Bildung verwirklicht.

Siehe auch „Erziehung für die Zukunft“ Bd. II  - ISBN 978-3-89861-834-2

In den Oster- und Herbstferien sind wir bemüht mit dem Kinderschutzbund Viersen ebenfalls Ferienspielaktionen anzubieten. Dieses Angebot kann nur mit zusätzlichen finanziellen Mitteln durchgeführt werden.  Wir sind bemüht diese Mittel einzuwerben.

Aus organisatorischen Gründen kann der Kinder-Koch-Club nur am Wochenende angeboten werden.

Auch HelferInnenschulungen werden am Wochenende durchgeführt.

Die Veranstaltungen von YOUNG LIFE – YOUNG TALENTS finden Samstags statt.

     5. Kooperation mit Schule

Zunehmend werden alle Lebens- und Entwicklungsbereiche von Kindern einem wenig offenen, verschulten Bildungsverständnis untergeordnet. Schule bestimmt den Tagesplan von Kindern und Jugendlichen umfassend und verpflichtend. So zumindest ist das derzeit fast einhellig propagierte Zukunftsmodell. Es bestünde im Fall einer flächendeckenden Umsetzung der (verpflichtenden) Ganztagsschule im Leben von Kindern kaum noch frei gestaltbarer Raum für das Eigene, das Private, das nicht Institutionelle. Unabhängig von der Frage, wie diese Entwicklung für das Aufwachsen junger Menschen zu bewerten ist, als institutionellen Eingriff in deren Lebenswelten oder als überfällige sozial- und bildungspolitische Chance, könnte eine solche Entwicklung in der Konsequenz nicht ohne schwerwiegende Folgen für die Offene Arbeit bleiben.

Die freiwillige, selbst bestimmte „Komm-Struktur“ unserer offenen Kinder- u. Jugendarbeit steht im starken Widerspruch zur pflichtigen Anwesenheit in Schule. Wir sehen unsere Jugendhilfearbeit an Schule als Bereicherung des dortigen Alltages. Grundvoraussetzung des Gelingens der Kooperation ist die Begegnung aller Akteure auf „gleicher Augenhöhe“ d.h. unsere Jugendhilfearbeit soll nicht zur Wassertragenden Begleiterscheinung degradiert werden. In den Themenfeldern Hausaufgabenbetreuung, Kindeswohlgefährdung, Berufscoaching, Sprach-Förder-Ferien und Förderung von Kindern psychisch kranker Eltern arbeiten wir eng mit Schulen zusammen. Freier und offener gestalten sich die Angebote Kinderkino und Bewegungsspiele.

Für SchülerInnen bieten wir Praktikumsplätze an.

     6. Kulturveranstaltungen

Mindestens zweimal im Monat werden Kulturveranstaltungen für Kinder (Kino1X) und Jugendliche (Rockkonzert1X) angeboten. Dabei können durch die Größe des Hauses nur kleine Kinoveranstaltungen und Kurse durchgeführt werden. Eine zusätzliche monatl. Kinovorstellung findet in der St. Notburga-Schule statt.

Für Konzerte nutzen wir die RKW.

Wir sind bestrebt an Stadtteilfesten aktiv teil zu nehmen. Die Ausrichtung des jährlichen Weltspieletages soll in unserem Einzugsbereich gewährleistet werden.

     7. Organisatorisches

                   Nutzer / Schlüsselgewalt

Das Gebäude HUBERT-VOOTZ-HAUS befindet sich in der Obhut des Gebäudemanagements der Stadt Viersen.

Zur Zeit besteht für die nutzenden Gruppen Schlüsselgewalt. Ebenso in der Obhut des Gebäudemanagements befindet sich die Rock-Kultur-Werkstatt. Dort sind wir Gäste. Der Stadtteilraum im Bürgerhaus „Casino Robend“ befindet sich in der Obhut des Schulverwaltungsamtes. Er wird weitestgehend unbürokratisch von Gruppen des HUBERT-VOOTZ-HAUSES genutzt.

     8. Personal

                        Hauptamtliche/r

Das Haus wird mit einem bzw. einer hauptamtlichen Fachkraft auf der Basis einer vollen Stelle besetzt. Der/Die Hauptamtliche ist schwerpunktmäßig zuständig für die Planung, Durchführung und Koordinierung der Programmangebote im offenen Kinder- und Jugendbereich des Hauses, Kooperation- und Vernetzungsarbeit. Er/Sie findet im offenen Bereich durch Honorarkräfte und ehrenamtlich Tätige Unterstützung. Er/Sie ist Ansprechpartner/in für alle anderen Gruppen. Für alle „Arbeitsplätze / bzw. Aufgabengebiete“ werden Arbeitsfeldbeschreibungen mit Team und Hausleitung erstellt.

                        Technische/r HelferIn“

Der/die Fachkraft wird auch mit der Organisation aller Haustechnischen Angelegenheiten befasst sein. Dabei wird er/sie durch den ZDL oder FSJ´ler unterstützt. Dieses kann nur mit zusätzlichen finanziellen Mitteln durchgeführt werden.

Wir sind bemüht diese Mittel einzuwerben.

Wir sind z.Zt. auf Ehrenamtliche – 1,-€ Kräfte – Praktikanten/innen und zu sozialer Arbeit verpflichtete Menschen angewiesen.

Vorstandsmitglieder und der Hauptamtliche sind Weisungsbefugt.

                        Honorarkräfte

Insbesondere bei der Projekt- und Kursarbeit wird auf Fachkräfte und besonders geschulte Kräfte zurückgegriffen. Dies gilt für Projekte wie im Internet-, Graffiti- und Kulturkursbereich, aber auch für spezielle Mädchenaktivitäten. Dieses Angebot kann nur mit zusätzlichen finanziellen Mitteln durchgeführt werden. Wir sind bemüht diese Mittel einzuwerben.

Die Betreuungsgruppe „Schule von 8-1“ wird von Honorarkräften unseres Trägervereins geleitet.

                        Ehrenamtliche

Nach wie vor sind die Falken ein selbst organisierter Kinder- und Jugendverband. Der ansässige Ortsverband Viersen wird eine ehrenamtlichen Struktur installieren. Die Falkengruppenarbeit im Ortsverband wird durch ehrenamtliche Gruppenleiter/innen gewährleistet.

Der HUBERT-VOOTZ-HAUS e.V. ist bestrebt, beständig junge Menschen für die offene Kinder- und Jugendarbeit zu begeistern und dem Jugendverband zu zu führen. Das ehrenamtliche Engagement wird in besonderem Maße gepflegt. Ehrenamtliche erwerben in hohem Maße Kompetenzen für ihren Lebensweg. Neben persönlich zugewandtem Respekt und Achtung werden den Ehrenamtlichen Zeugnisse, Bescheinigungen und Urkunden ausgestellt.

Im Rahmen der HUBERT-VOOTZ-HAUS -Arbeit werden wiederholt jährlich 4.000 ! ehrenamtliche Arbeitsstunden geleistet.

(Ohne Falken-OV) 

Perspektive Gender – Mainstreaming : Zur Zeit erfüllen wir die Anforderungen paritätischer Verteilung der Geschlechter bei Vorstand / Beschäftigten und Ehrenamtlichen. Aktuell häufig, kontinuierlich und verlässlich sind jeweils 9 Männer und Frauen im HVH aktiv.

                         Weiterbildung der MitarbeiterInnen

Die Weiterbildung der Haupt- und Ehrenamtlichen MitarbeiterInnen erfolgt durch verbandliche Schulungen auf Bezirks-, Landes- und Bundesebene. Angebote weiterer Bildungsträger können wahrgenommen werden. Das Haus ist Mitglied im "Falken-Bildungs- und Freizeitwerk" NRW mit einem umfassenden Angebot für die Mitarbeiter in Fragen der fachlichen Weiterbildung und der persönlichen Entwicklung.

Mit der Aus- und Weiterbildung werden folgende Ziele verfolgt:

-          Vermittlung und Vertiefung pädagogischer Kenntnisse

-          Praxisreflexion und Austausch mit anderen KollegInnen (Controlling/ Evaluation)

-          Vermittlung und Vertiefung kreativer Fertigkeiten

Die Haupt- und Ehrenamtlichen Mitarbeiter werden zur Weiterbildung angehalten. Der Verein übernimmt einen Teil der Kosten. Dieses Angebot kann nur mit zusätzlichen finanziellen Mitteln durchgeführt werden. Wir sind bemüht diese Mittel einzuwerben.

     9. Name des Jugendheimes

Das Haus wurde im Gedenken an Hubert Vootz, ehemaliger Viersener Stadtrat und stellv. Bürgermeister, Aktiver des Widerstandes und großem Förderer der Falken HUBERT-VOOTZ-HAUS genannt.

Stand : Feb. 2010

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